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Leipzigerin geht in den USA auf Sendung
Drei Monate Praktikum für junge Sachsen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten
Manchmal fühle ich mich wie ein Missionar, scherzt Ulrike Rudelt. Das Bild vom Deutschen, der Lederhosen trägt, Bier trinkt und Sauerkraut isst, hält sich ihrer Meinung nach in der Öffentlichkeit Amerikas ganz stark und wird vor allem in der Fernsehwerbung ständig wiederholt. „Dagegen kämpfe ich“, sagt die 25-Jährige selbstbewusst, die derzeit ein dreimonatiges Praktikum am Institute of International Studies in Kalifornien absolviert und so oft es geht über die Heimat erzählt.
An der Uni in Monterey darf die Leipziger Studentin neben dem Hospitieren auch selbst unterrichten. Das Interesse der Studenten und Dozenten an der deutschen Sprache, an Geschichte und Gegenwart Deutschlands ist groß. Richtig in Fahrt kommt Ulrike, wenn es um den Mauerfall geht und darum, wie sich der Osten nach der Wende entwickelt hat. „Die Chancen, die ich jetzt habe, hatten meine Eltern nicht“, sagt sie. So ging sie nach dem Studium als Au-pair-Mädchen nach England und machte im Rahmen studentischer Austauschprogramme bereits Praktika in den USA und den Niederlanden.
Einen Vorgeschmack vom „American Way of Life“ gab es bereits während des einwöchigen Einführungsseminars in New York, schwärmt Cornelia Schiemenz. „Die Stadt pulsiert, und wir hatten jede Menge Spaß.“ Auf dem Programm standen Ausflüge, und dazu hörten sie jede Menge Vorträge zum Welthandel, Kampf gegen Arbeitslosigkeit, zur wirtschaftlichen Entwicklung der USA und Kriminalitätsbekämpfung. In Denver, wo die Studentin für Kommunikations- und Medienwissenschaft die Arbeit eines TV-Senders kennenlernt, steht sie nach einigen Tagen selbst vor der Kamera und darf Beiträge für den Sender produzieren. „Ich bin absolut glücklich“, sagt die 23-Jährige.
Antje Kutzer, die dritte Leipzigerin in der Gruppe, hat es nach Los Angeles verschlagen. Nach dem Abitur hat sie Reiseverkehrskauffrau gelernt. In der Reisekette New World Travel sammelt sie erste Erfahrungen. Anfangs, erzählt die 23-Jährige, hatte ich großes Heimweh, es sind doch einige Kilometer weg von Leipzig. Doch dann stellte ich mich der Chefin im besten Englisch vor, worauf sie auf Deutsch antwortete, dass sie sich wahnsinnig freue, dass ich ihr über die Schulter sehen will.
Die drei Frauen zählen zu den 20 jungen Berufsanfängern aus Ostdeutschland, die unter 2100 Bewerbern der Pall-Mall-Initiative ausgewählt wurden und ein dreimonatiges Praktikum in den Staaten absolvieren. Bei der Auswahl der Praktikanten legt man auch auf Auslandserfahrung Wert. Schließlich geht es nicht darum, dass die Teilnehmer ein paar schöne Wochen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten erleben. Die Unternehmen stellen zumeist hohe Anforderungen.
Aufgaben:
1. Die Werbung in den Vereinigten Staaten
a) beschäftigt sich überhaupt nicht mit Deutschland.
b) zeigt immer wieder dasselbe Bild von Deutschland.
c) zeigt viele unterschiedliche Seiten von Deutschland.
2. Die Eltern von Laura (Ulrike) Rudelt
a) arbeiten und lebten lange Jahre in den Niederlanden.
b) hatten nicht die Möglichkeiten wie ihre Tochter.
c) wollen ihre Tochter nun in den USA besuchen.
3. Während die Praktikantinnen in New York waren,
a) bekamen sie eine Stadtführung.
b) besuchten sie einen Sprachkurs.
c) wurden sie über wichtige Themen informiert.
4. Die dritte Leipzigerin, die in die USA gereist ist,
a) kommt eigentlich aus Österreich.
b) wollte dort ihr Abitur machen und dann studieren.
c) wurde von ihrer neuen Chefin freundlich aufgenommen.
5. Wer als Praktikantin ins Ausland geht,
a) braucht schon einige Berufserfahrungen.
b) soll dabei vor allem das Land kennenlernen.
c) soll schon einmal im Ausland gewesen sein.