Übung
Sie haben in einer Zeitschrift einen Artikel gelesen. Berichten Sie Ihrer Gesprächspartnerin/Ihrem Gesprächspartner darüber.
Ihre Gesprächspartnerin/Ihr Gesprächspartner hat eine andere Meinung dazu gelesen und berichtet Ihnen auch darüber.
Unterhalten Sie sich dann mit Ihrer Gesprächspartnerin/Ihrem Gesprächspartner über das Thema. Sagen Sie Ihre Meinung und erzählen Sie von eigenen Erfahrungen.
Person A: Marie Baumann, 37 Jahre, Hausfrau
Wir haben unseren Sohn gefragt, ob er im Verein Sport machen möchte. Er hatte da keine Lust, wollte aber unbedingt einen Malkurs machen. Nun besucht er seit drei Jahren immer wieder Zeichen- und Malkurse und das macht ihm sehr viel Spaß. Für Sport interessiert er sich nicht. Wir finden das aber völlig in Ordnung, denn jedes Kind hat andere Interessen. Unser Sohn ist beim Malen sehr zufrieden und kann dabei kreativ sein. Deshalb möchten wir ihn nicht zwingen, Fußball oder eine andere Sportart zu machen. Für uns ist wichtig, dass er ein Hobby hat, das ihm wirklich Freude macht. Kinder sollten in ihrer Freizeit auch selbst entscheiden dürfen, womit sie ihre Zeit verbringen möchten.
Person B: Volker Diestel, 35 Jahre, Autohändler
Wir wollten, dass unsere Tochter zwei Musikinstrumente lernt und auch Sport im Verein macht. Jetzt lernt sie Schlagzeug und macht Leichtathletik. Vielleicht fängt sie bald mit der Gitarre an. Das würde uns sehr gefallen. Wir finden es gut, wenn Kinder verschiedene Hobbys haben und neue Dinge ausprobieren. Beim Sport können sie sich bewegen und gemeinsam mit anderen trainieren. Durch Musik können sie außerdem kreativ sein und etwas Neues lernen. Natürlich braucht unsere Tochter dafür Zeit, aber wir möchten sie dabei unterstützen. Wir glauben, dass verschiedene Freizeitaktivitäten für Kinder wichtig sein können und ihnen helfen, ihre eigenen Interessen und Fähigkeiten besser kennenzulernen.
Beispiel
Person A: In meinem Text geht es um einen Jungen, der keinen Sport im Verein machen möchte. Seine Eltern haben ihn gefragt, ob er Sport machen will, aber er wollte lieber einen Malkurs besuchen. Seit drei Jahren besucht er Zeichen- und Malkurse, und das macht ihm sehr viel Spaß. Für Sport interessiert er sich nicht. Was steht in deinem Text?
Person B: Bei mir geht es um ein Mädchen. Ihre Eltern möchten, dass sie zwei Musikinstrumente lernt und außerdem Sport im Verein macht. Im Moment spielt sie Schlagzeug und macht Leichtathletik. Später soll sie vielleicht auch noch Gitarre lernen. Ich finde, das ist ziemlich viel für ein Kind. Was meinst du?
Person A: Ja, das finde ich auch. Meiner Meinung nach sollten Kinder in ihrer Freizeit vor allem das machen, was ihnen selbst Spaß macht. Eltern können natürlich verschiedene Hobbys vorschlagen, aber sie sollten ihre Kinder nicht dazu zwingen.
Person B: Da stimme ich dir zu. Andererseits finde ich es auch gut, wenn Eltern ihren Kindern verschiedene Möglichkeiten zeigen. Manchmal wissen Kinder noch gar nicht, welches Hobby ihnen gefällt.
Person A: Ja, das stimmt. Ausprobieren finde ich auch gut. Aber wenn ein Kind nach einiger Zeit merkt, dass ihm ein Hobby keinen Spaß macht, sollte es aufhören dürfen. Sonst kann es zu viel Stress bekommen.
Person B: Das sehe ich genauso. Kinder haben in der Schule schon viel zu tun. Wenn sie dann fast jeden Nachmittag noch einen Termin haben, bleibt kaum freie Zeit.
Person A: Genau. Kinder brauchen auch Zeit, um sich auszuruhen, Freunde zu treffen oder einfach zu Hause zu spielen. Nicht jeder Nachmittag sollte komplett geplant sein.
Person B: Bei mir war das als Kind zum Glück nicht so. Ich habe verschiedene Hobbys ausprobiert, aber meine Eltern haben mich selbst entscheiden lassen. Wie war das bei dir?
Person A: Bei mir war es ähnlich. Ich habe eine Zeit lang Fußball gespielt, aber nach einem Jahr hatte ich keine Lust mehr. Meine Eltern haben das akzeptiert, und danach habe ich etwas anderes ausprobiert.
Person B: Das finde ich gut. Was meinst du eigentlich: Wie viele Hobbys sollte ein Kind haben?
Person A: Ich denke, ein oder zwei Hobbys sind normalerweise genug. Natürlich kommt es auf das Kind an. Manche Kinder haben viel Energie, andere brauchen nach der Schule mehr Ruhe.
Person B: Ja, das sehe ich auch so. Zwei Hobbys können gut sein, wenn das Kind noch genug Freizeit hat. Drei oder vier feste Termine pro Woche finde ich für viele Kinder zu viel.
Person A: Da bin ich deiner Meinung. Andererseits finde ich Sport für Kinder sehr wichtig. Im Sportverein kann man sich bewegen, neue Freunde kennenlernen und lernen, mit anderen zusammenzuarbeiten.
Person B: Das stimmt. Aber auch Musik, Malen oder andere kreative Hobbys sind wichtig. Nicht jedes Kind muss gern Sport machen.
Person A: Genau. Wenn mein Kind lieber malen möchte, würde ich es nicht zwingen, Fußball zu spielen. Ich würde verschiedene Sachen anbieten, aber am Ende sollte das Kind selbst entscheiden.
Person B: Das finde ich auch. Ein Kind muss in seinem Hobby auch nicht immer besonders gut sein. Es sollte vor allem Freude daran haben.
Person A: Ja, genau. Eltern sollten ihre Kinder unterstützen und motivieren, aber nicht zu viel von ihnen erwarten. Freizeit sollte nicht noch mehr Stress machen.
Person B: Da sind wir uns einig. Hobbys sind gut für Kinder, aber genug freie Zeit ist genauso wichtig.