Handy und Internet für Kinder

Übung

Sie haben in einer Zeitschrift einen Artikel gelesen. Berichten Sie Ihrer Gesprächspartnerin/Ihrem Gesprächspartner darüber.
Ihre Gesprächspartnerin/Ihr Gesprächspartner hat eine andere Meinung dazu gelesen und berichtet Ihnen auch darüber.
Unterhalten Sie sich dann mit Ihrer Gesprächspartnerin/Ihrem Gesprächspartner über das Thema. Sagen Sie Ihre Meinung und erzählen Sie von eigenen Erfahrungen.

Person A: Anna Müller, 38 Jahre, Verkäuferin

Unsere Tochter möchte schon seit einiger Zeit ein eigenes Smartphone haben. Viele Kinder in ihrer Klasse haben bereits ein Handy, deshalb wünscht sie sich natürlich auch eins. Wir haben ihr aber gesagt, dass sie im Moment noch kein eigenes Smartphone braucht. Wenn sie zum Beispiel ihre Großeltern anrufen möchte, darf sie unser Handy benutzen. Das funktioniert für uns bisher gut. Wir finden, dass Kinder nicht den ganzen Tag am Handy sein sollten. Sie brauchen auch Zeit für die Schule, für Freunde, für Bewegung und für andere Hobbys. Deshalb möchten wir noch etwas warten, bevor unsere Tochter ein eigenes Smartphone bekommt. Später kann sich das natürlich ändern, wenn sie älter ist und besser damit umgehen kann.

Person B: Thomas Weber, 41 Jahre, Krankenpfleger

Unser Sohn hat seit einem Jahr ein eigenes Smartphone. Für uns ist das sehr praktisch, weil wir ihn jederzeit erreichen können, wenn er unterwegs ist. Er benutzt das Handy außerdem für die Schule, zum Beispiel um Informationen zu suchen oder mit seinen Klassenkameraden über Hausaufgaben zu schreiben. Natürlich kann er damit auch mit seinen Freunden in Kontakt bleiben. Trotzdem darf er das Smartphone nicht immer benutzen. Wir haben deshalb klare Regeln in unserer Familie. Beim Essen bleibt das Handy weg, damit wir miteinander sprechen können. Abends muss unser Sohn es um 20 Uhr abgeben. Wir finden, dass ein Smartphone für Kinder nützlich sein kann, wenn Eltern klare Grenzen setzen und darauf achten, wie lange es benutzt wird.

 

Beispiel

Person A: In meinem Text geht es um ein Mädchen, das gern ein eigenes Smartphone haben möchte. Viele Kinder in ihrer Klasse haben schon ein Handy. Ihre Eltern finden aber, dass sie noch kein eigenes Smartphone braucht. Wenn sie zum Beispiel ihre Großeltern anrufen möchte, darf sie das Handy ihrer Eltern benutzen. Die Eltern wollen nicht, dass sie den ganzen Tag am Handy ist. Was steht in deinem Text?

Person B: Bei mir geht es um einen Jungen, der seit einem Jahr ein eigenes Smartphone hat. Seine Eltern finden das praktisch, weil sie ihn jederzeit erreichen können. Er benutzt das Handy auch für die Schule und schreibt mit seinen Freunden. Zu Hause gibt es aber klare Regeln. Beim Essen darf er das Smartphone nicht benutzen und um 20 Uhr muss er es abgeben. Was meinst du dazu?

Person A: Ich finde solche Regeln sehr sinnvoll. Meiner Meinung nach brauchen kleine Kinder nicht unbedingt ein eigenes Smartphone. Sie können auch das Handy ihrer Eltern benutzen, wenn es wirklich notwendig ist.

Person B: Das verstehe ich. Andererseits finde ich ein eigenes Smartphone praktisch, wenn ein Kind schon allein zur Schule geht oder mit dem Bus unterwegs ist. Dann können die Eltern das Kind schnell erreichen.

Person A: Ja, das ist ein guter Punkt. Für Notfälle kann ein Handy wirklich hilfreich sein. Aber ich finde es problematisch, wenn Kinder stundenlang Videos schauen oder Spiele spielen.

Person B: Da stimme ich dir zu. Deshalb sollten Eltern klare Regeln machen. Zum Beispiel kann man festlegen, wie lange ein Kind das Smartphone am Tag benutzen darf.

Person A: Genau. Ich finde auch, dass beim Essen kein Handy auf dem Tisch liegen sollte. Die Familie sollte diese Zeit nutzen, um miteinander zu sprechen.

Person B: Das sehe ich genauso. Bei uns zu Hause legen wir die Handys beim Essen weg. Ich finde das angenehm, weil man dann nicht ständig durch Nachrichten gestört wird.

Person A: Wie findest du es, wenn Kinder das Smartphone für die Schule benutzen?

Person B: Das finde ich grundsätzlich gut. Man kann schnell Informationen suchen, Vokabeln lernen oder mit Mitschülern über Hausaufgaben sprechen. Aber natürlich darf das Handy nicht vom Lernen ablenken.

Person A: Ja, genau. Das Internet kann beim Lernen sehr hilfreich sein. Trotzdem müssen Kinder auch lernen, dass nicht alle Informationen im Internet richtig sind.

Person B: Das stimmt. Eltern sollten mit ihren Kindern darüber sprechen und ihnen zeigen, wie man das Internet sicher benutzt. Auch persönliche Daten und Fotos sollte man nicht einfach mit fremden Menschen teilen.

Person A: In meiner Familie gibt es ein ähnliches Thema. Mein Neffe wollte schon sehr früh ein eigenes Handy, weil seine Freunde auch eins hatten. Seine Eltern haben aber noch zwei Jahre gewartet.

Person B: Und wie war das für ihn?

Person A: Am Anfang war er natürlich enttäuscht. Später hat er aber ein Smartphone bekommen und musste sich an bestimmte Regeln halten. Zum Beispiel durfte er es abends nicht mit ins Schlafzimmer nehmen.

Person B: Das finde ich vernünftig. Ich denke, es kommt auch auf das Alter und auf das Kind an. Manche Kinder können schon früh verantwortungsvoll mit einem Smartphone umgehen, andere vielleicht noch nicht.

Person A: Da bin ich deiner Meinung. Wichtig ist für mich, dass Kinder nicht nur Zeit am Handy verbringen. Sie sollten auch Sport machen, Freunde treffen oder draußen spielen.

Person B: Genau. Ein Smartphone kann nützlich sein, aber es sollte nicht die ganze Freizeit bestimmen. Wenn Eltern klare Regeln machen und mit ihren Kindern darüber sprechen, kann es gut funktionieren.

Person A: Ja, das sehe ich auch so. Es geht also nicht nur darum, ob ein Kind ein Smartphone hat, sondern vor allem darum, wie es damit umgeht.

Person B: Genau, da sind wir uns einig.