Übung
Sie haben in einer Zeitschrift einen Artikel gelesen. Berichten Sie Ihrer Gesprächspartnerin/Ihrem Gesprächspartner darüber.
Ihre Gesprächspartnerin/Ihr Gesprächspartner hat eine andere Meinung dazu gelesen und berichtet Ihnen auch darüber.
Unterhalten Sie sich dann mit Ihrer Gesprächspartnerin/Ihrem Gesprächspartner über das Thema. Sagen Sie Ihre Meinung und erzählen Sie von eigenen Erfahrungen.
Person A: Katrin Hoffmann, 32 Jahre, Bürokauffrau
Ich arbeite seit einem Jahr teilweise im Homeoffice und finde das sehr praktisch. Ich muss nicht jeden Morgen zur Arbeit fahren und spare dadurch viel Zeit. Außerdem kann ich zu Hause in Ruhe arbeiten und mich bei vielen Aufgaben besser konzentrieren. Wenn ich eine Pause brauche, kann ich kurz etwas essen oder einen Kaffee trinken. Das finde ich angenehm. Besonders gut gefällt mir, dass ich morgens keinen langen Arbeitsweg habe und direkt mit der Arbeit beginnen kann. Natürlich funktioniert Homeoffice nur gut, wenn man zu Hause einen ruhigen Arbeitsplatz hat und nicht ständig gestört wird. Man muss sich auch gut organisieren und feste Arbeitszeiten haben. Für mich ist Homeoffice deshalb eine gute Möglichkeit, weil ich konzentriert arbeiten und gleichzeitig Zeit für den Arbeitsweg sparen kann.
Person B: Stefan Müller, 45 Jahre, Verkäufer
Ich möchte lieber jeden Tag ins Büro gehen. Zu Hause kann ich mich nicht so gut auf meine Arbeit konzentrieren, weil es dort viele andere Dinge gibt, die mich ablenken können. Außerdem finde ich den Kontakt zu meinen Kollegen sehr wichtig. Im Büro kann man schnell eine Frage stellen oder gemeinsam über ein Problem sprechen. Das ist für mich einfacher als immer anzurufen oder Nachrichten zu schreiben. Ich finde es auch gut, morgens zur Arbeit zu fahren und nach Feierabend wieder nach Hause zu kommen. So kann ich Arbeit und Privatleben besser voneinander trennen. Zu Hause möchte ich mich entspannen und nicht ständig an die Arbeit denken. Deshalb fühle ich mich im Büro wohler und kann mich dort besser auf meine Aufgaben konzentrieren.
Beispiel
Person A: In meinem Text geht es um eine Frau, die seit einem Jahr teilweise im Homeoffice arbeitet. Sie findet das sehr praktisch, weil sie morgens nicht zur Arbeit fahren muss und dadurch viel Zeit spart. Außerdem kann sie zu Hause in Ruhe arbeiten und sich besser konzentrieren. Wichtig ist für sie aber, dass man zu Hause einen ruhigen Arbeitsplatz hat. Was steht in deinem Text?
Person B: Bei mir geht es um einen Mann, der lieber jeden Tag ins Büro geht. Zu Hause kann er sich nicht so gut konzentrieren, weil es dort viele andere Dinge gibt, die ihn ablenken. Außerdem ist ihm der Kontakt zu seinen Kollegen sehr wichtig. Im Büro kann man schnell eine Frage stellen oder gemeinsam über ein Problem sprechen. Was meinst du dazu?
Person A: Ich kann beide Meinungen verstehen. Meiner Meinung nach hat Homeoffice viele Vorteile. Besonders praktisch finde ich, dass man nicht jeden Tag zur Arbeit fahren muss. Dadurch spart man Zeit und auch Geld.
Person B: Ja, das stimmt. Andererseits finde ich es manchmal schwierig, zu Hause wirklich konzentriert zu arbeiten. Wenn zum Beispiel die Familie zu Hause ist oder viele andere Dinge einen ablenken, kann das Arbeiten schwierig werden.
Person A: Das kann passieren. Deshalb finde ich einen festen Arbeitsplatz sehr wichtig. Wenn man ein eigenes Arbeitszimmer oder zumindest einen ruhigen Schreibtisch hat, kann man Arbeit und Freizeit besser trennen.
Person B: Da stimme ich dir zu. Aber nicht jeder hat genug Platz zu Hause. Wenn man in einer kleinen Wohnung lebt, ist Homeoffice vielleicht nicht so angenehm.
Person A: Ja, das stimmt natürlich. Ich kenne jemanden, der im Wohnzimmer arbeiten musste. Das war schwierig, weil gleichzeitig die Kinder dort gespielt haben.
Person B: Genau. Für mich ist auch der Kontakt zu den Kollegen wichtig. Im Büro kann man schnell zu jemandem gehen und eine Frage stellen. Im Homeoffice muss man oft erst anrufen oder eine Nachricht schreiben.
Person A: Das stimmt. Heute kann man zwar viele Dinge per Videoanruf oder Chat besprechen, aber persönliche Gespräche finde ich manchmal trotzdem einfacher.
Person B: Wie würdest du denn am liebsten arbeiten? Jeden Tag zu Hause oder nur an einigen Tagen?
Person A: Ich würde am liebsten zwei oder drei Tage pro Woche im Homeoffice arbeiten und an den anderen Tagen ins Büro gehen. Dann hat man die Vorteile von beiden Möglichkeiten.
Person B: Das finde ich eigentlich auch gut. Jeden Tag zu Hause wäre für mich zu viel, aber ein oder zwei Tage pro Woche könnte ich mir vorstellen.
Person A: Hast du schon einmal im Homeoffice gearbeitet?
Person B: Ja, eine kurze Zeit. Am Anfang fand ich es angenehm, weil ich morgens keinen Arbeitsweg hatte. Nach einigen Wochen habe ich aber meine Kollegen vermisst. Wie war es bei dir?
Person A: Ich habe auch schon von zu Hause gearbeitet. Mir hat es gut gefallen, weil ich mich bei bestimmten Aufgaben besser konzentrieren konnte. Aber ich musste lernen, feste Arbeitszeiten einzuhalten.
Person B: Ja, das finde ich wichtig. Sonst arbeitet man vielleicht länger als im Büro, weil der Computer auch nach Feierabend noch direkt vor einem steht.
Person A: Genau. Man sollte nach der Arbeit den Computer ausschalten und wirklich Feierabend machen. Sonst ist es schwieriger, Arbeit und Privatleben klar zu trennen.
Person B: Da bin ich deiner Meinung. Ich glaube, Homeoffice kann gut funktionieren, wenn man sich gut organisieren kann und zu Hause einen passenden Arbeitsplatz hat.
Person A: Ja, genau. Für mich wäre eine Mischung am besten: einige Tage zu Hause und einige Tage im Büro.
Person B: Das sehe ich auch so. So spart man Zeit, hat aber trotzdem regelmäßig Kontakt zu den Kollegen.