Übung
Sie haben in einer Zeitschrift einen Artikel gelesen. Berichten Sie Ihrer Gesprächspartnerin/Ihrem Gesprächspartner darüber.
Ihre Gesprächspartnerin/Ihr Gesprächspartner hat eine andere Meinung dazu gelesen und berichtet Ihnen auch darüber.
Unterhalten Sie sich dann mit Ihrer Gesprächspartnerin/Ihrem Gesprächspartner über das Thema. Sagen Sie Ihre Meinung und erzählen Sie von eigenen Erfahrungen.
Person A: Claudia Peters, 41 Jahre, Erzieherin
Ich kaufe Obst, Gemüse und andere frische Lebensmittel sehr gern auf dem Wochenmarkt. Dort finde ich oft Produkte aus der Region, und ich kann direkt mit den Verkäuferinnen und Verkäufern sprechen. Wenn ich Fragen habe, zum Beispiel woher die Tomaten kommen oder welches Gemüse gerade Saison hat, bekomme ich sofort eine Antwort. Mir gefällt auch die Atmosphäre auf dem Markt. Man ist draußen, trifft manchmal Bekannte und kann verschiedene Produkte anschauen. Natürlich sind manche Lebensmittel dort etwas teurer als im Supermarkt. Trotzdem kaufe ich lieber weniger und achte dafür mehr auf Qualität. Besonders am Samstag gehe ich gern mit meiner Familie auf den Markt. Für mich ist Einkaufen dort nicht nur eine notwendige Aufgabe, sondern auch eine schöne Beschäftigung am Wochenende.
Person B: Tobias Werner, 36 Jahre, Lagerarbeiter
Ich kaufe fast immer im Supermarkt ein. Für mich ist das vor allem praktisch, weil ich dort alles an einem Ort bekomme. Ich kann Obst, Gemüse, Getränke, Brot, Milchprodukte und Haushaltsartikel gleichzeitig kaufen. Nach der Arbeit habe ich meistens wenig Zeit und möchte meine Einkäufe schnell erledigen. Außerdem sind Supermärkte oft länger geöffnet als Wochenmärkte. Auf einen Markt könnte ich unter der Woche kaum gehen, weil er häufig schon am Nachmittag schließt. Natürlich finde ich frische Produkte und regionale Lebensmittel wichtig, aber viele Supermärkte bieten inzwischen auch solche Waren an. Ich vergleiche außerdem gern die Preise und achte auf Angebote. Für mich muss Einkaufen deshalb vor allem einfach, schnell und bezahlbar sein.
Beispiel
Person A: In meinem Text geht es um eine Frau, die Obst, Gemüse und andere frische Lebensmittel gern auf dem Wochenmarkt kauft. Sie mag regionale Produkte und findet es gut, dass sie direkt mit den Verkäufern sprechen kann. Außerdem gefällt ihr die Atmosphäre auf dem Markt. Was steht in deinem Text?
Person B: Bei mir geht es um einen Mann, der fast immer im Supermarkt einkauft. Für ihn ist das praktischer, weil er dort alles an einem Ort bekommt. Außerdem haben Supermärkte meistens länger geöffnet und er kann Preise und Angebote vergleichen.
Person A: Ich kann beide Seiten verstehen. Persönlich gehe ich aber auch gern auf den Wochenmarkt, besonders wenn ich frisches Obst oder Gemüse brauche.
Person B: Das kann ich verstehen. Für mich ist der Supermarkt trotzdem praktischer. Nach der Arbeit möchte ich nicht noch zu verschiedenen Orten fahren.
Person A: Ja, das ist ein Vorteil. Im Supermarkt bekommt man wirklich fast alles. Auf dem Markt muss man für andere Dinge meistens noch woanders einkaufen.
Person B: Genau. Wenn ich Milch, Waschmittel, Getränke und Gemüse brauche, kann ich alles in einem Einkauf erledigen.
Person A: Andererseits finde ich die Qualität auf dem Markt manchmal besser. Besonders bei Obst merke ich oft einen Unterschied.
Person B: Das kann sein. Aber auf dem Markt sind manche Sachen auch deutlich teurer. Achtest du beim Einkaufen auf den Preis?
Person A: Ja, natürlich. Ich möchte auch nicht zu viel bezahlen. Bei frischen Lebensmitteln gebe ich aber manchmal etwas mehr Geld aus, wenn die Qualität gut ist.
Person B: Bei mir ist der Preis ziemlich wichtig. Besonders wenn ich für die ganze Woche einkaufe, kann ein kleiner Preisunterschied am Ende viel ausmachen.
Person A: Das stimmt. Kaufst du im Supermarkt auch regionale Produkte?
Person B: Ja, wenn ich welche finde und sie nicht viel teurer sind. Bei uns gibt es zum Beispiel Kartoffeln, Eier und Äpfel aus der Region.
Person A: Das finde ich gut. Mir ist wichtig zu wissen, woher Lebensmittel kommen. Auf dem Markt kann man die Verkäufer direkt danach fragen.
Person B: Das ist ein Vorteil. Im Supermarkt muss man meistens nur die Verpackung lesen. Manchmal stehen dort aber auch viele Informationen.
Person A: Wie oft gehst du eigentlich einkaufen?
Person B: Normalerweise einmal groß am Wochenende und vielleicht noch einmal kurz unter der Woche. Ich versuche, vorher eine Einkaufsliste zu machen. Und wie ist das bei dir?
Person A: Ich gehe meistens samstags auf den Markt und kaufe dort Obst, Gemüse, Käse oder Brot. Danach gehe ich noch in den Supermarkt und kaufe den Rest.
Person B: Dann brauchst du aber ziemlich viel Zeit für das Einkaufen.
Person A: Ja, das stimmt. Aber am Samstag stört mich das nicht so sehr. Ich gehe manchmal mit meiner Familie hin, und danach trinken wir noch einen Kaffee.
Person B: Dann ist der Einkauf für dich auch ein bisschen Freizeit. Bei mir ist das anders. Ich möchte meistens so schnell wie möglich fertig sein.
Person A: Das kann ich gut verstehen. Unter der Woche würde ich wahrscheinlich auch nicht auf den Markt gehen. Viele Märkte haben dann nur vormittags oder bis zum frühen Nachmittag geöffnet.
Person B: Genau das ist mein Problem. Wenn ich bis 17 Uhr arbeite, kann ich dort oft gar nicht mehr einkaufen.
Person A: Vielleicht wären Wochenmärkte am Abend eine gute Idee. Dann könnten auch Berufstätige dort einkaufen.
Person B: Ja, das wäre interessant. Dann würde ich vielleicht auch öfter hingehen.
Person A: Ich finde, beide Möglichkeiten haben Vorteile. Der Markt ist schön für frische und regionale Lebensmittel, aber der Supermarkt ist schneller und praktischer.
Person B: Da bin ich deiner Meinung. Vielleicht ist eine Mischung am besten: wichtige Sachen im Supermarkt kaufen und besondere frische Produkte manchmal auf dem Wochenmarkt.
Person A: Genau. Dann kann jeder je nach Zeit, Preis und Produkt entscheiden, wo er einkaufen möchte.
Person B: Ja, so sehe ich das auch. Wichtig ist für mich vor allem, dass die Lebensmittel gut sind und der Einkauf zum eigenen Alltag passt.