Übung
Sie haben in einer Zeitschrift einen Artikel gelesen. Berichten Sie Ihrer Gesprächspartnerin/Ihrem Gesprächspartner darüber.
Ihre Gesprächspartnerin/Ihr Gesprächspartner hat eine andere Meinung dazu gelesen und berichtet Ihnen auch darüber.
Unterhalten Sie sich dann mit Ihrer Gesprächspartnerin/Ihrem Gesprächspartner über das Thema. Sagen Sie Ihre Meinung und erzählen Sie von eigenen Erfahrungen.
Person A: Katharina Wolf, 33 Jahre, Bürokauffrau
Ich lese in meiner Freizeit sehr gern Bücher. Besonders abends hilft mir das Lesen, nach einem langen Arbeitstag zur Ruhe zu kommen. Wenn ich ein Buch lese, kann ich mich besser auf die Geschichte konzentrieren und muss nicht ständig auf einen Bildschirm schauen. Am liebsten lese ich Krimis und Romane. Im Urlaub nehme ich meistens zwei oder drei Bücher mit, weil ich dann besonders viel Zeit zum Lesen habe. Natürlich braucht man dafür Ruhe und Konzentration. Wenn ich sehr müde bin, schaffe ich manchmal nur ein paar Seiten. Trotzdem möchte ich nicht auf Bücher verzichten. Ich mag es auch, in eine Buchhandlung oder Bibliothek zu gehen und neue Bücher zu entdecken. Für mich ist Lesen nicht nur Unterhaltung. Ich finde, dass man dabei auch neue Wörter lernen und seine Sprache verbessern kann.
Person B: Sebastian Koch, 37 Jahre, Krankenpfleger
Ich höre lieber Hörbücher, weil ich dafür keine zusätzliche Zeit einplanen muss. Auf dem Weg zur Arbeit, beim Kochen oder beim Aufräumen kann ich gleichzeitig eine interessante Geschichte hören. Besonders praktisch finde ich das nach einem anstrengenden Arbeitstag. Dann bin ich oft zu müde, um noch lange in einem Buch zu lesen. Ein gutes Hörbuch kann trotzdem sehr entspannend sein. Wenn die Sprecherin oder der Sprecher eine angenehme Stimme hat, kann ich mir die Personen und Situationen sehr gut vorstellen. Natürlich konzentriert man sich manchmal nicht so stark wie beim Lesen, besonders wenn man nebenbei etwas Schwieriges macht. Deshalb höre ich Hörbücher meistens bei einfachen Tätigkeiten oder unterwegs. Für mich sind sie eine gute Möglichkeit, Geschichten und interessante Themen kennenzulernen, obwohl ich im Alltag wenig Zeit zum Lesen habe.
Beispiel
Person A: In meinem Text geht es um eine Frau, die in ihrer Freizeit sehr gern Bücher liest. Besonders abends hilft ihr das Lesen, nach der Arbeit zur Ruhe zu kommen. Sie mag vor allem Krimis und Romane und findet, dass man beim Lesen auch neue Wörter lernen kann. Was steht in deinem Text?
Person B: Bei mir geht es um einen Mann, der lieber Hörbücher hört. Er findet sie praktisch, weil er dabei gleichzeitig andere Dinge machen kann, zum Beispiel kochen, aufräumen oder zur Arbeit fahren. Nach einem anstrengenden Tag ist ihm das oft angenehmer als Lesen.
Person A: Ich kann beide Meinungen verstehen. Persönlich lese ich aber lieber ein richtiges Buch. Dabei kann ich mich besser auf die Geschichte konzentrieren.
Person B: Bei mir ist es eher umgekehrt. Ich höre ziemlich oft Hörbücher, weil ich abends manchmal zu müde zum Lesen bin.
Person A: Wann hörst du sie normalerweise?
Person B: Oft auf dem Weg zur Arbeit. Ich fahre ungefähr vierzig Minuten mit dem Zug, und dabei kann ich sehr gut ein Hörbuch hören. Manchmal höre ich auch beim Kochen weiter.
Person A: Das ist wirklich praktisch. Beim Lesen braucht man natürlich beide Hände und kann nicht gleichzeitig kochen oder andere Dinge erledigen.
Person B: Genau. Deshalb habe ich das Gefühl, dass ich mit Hörbüchern mehr Geschichten kennenlernen kann.
Person A: Aber kannst du dich wirklich gut konzentrieren, wenn du nebenbei etwas anderes machst?
Person B: Nicht immer. Wenn ich etwas Kompliziertes mache, verliere ich manchmal den Faden. Deshalb höre ich meistens beim Spazierengehen, Zugfahren oder bei einfachen Aufgaben zu Hause.
Person A: Das kann ich verstehen. Beim Lesen mag ich gerade, dass ich nur eine Sache mache. Ich lege mein Handy weg und konzentriere mich ganz auf das Buch.
Person B: Das ist bestimmt entspannend. Liest du jeden Tag?
Person A: Nicht jeden Tag, aber ungefähr vier- oder fünfmal pro Woche. Meistens lese ich abends zwanzig oder dreißig Minuten vor dem Schlafengehen.
Person B: Das ist eine gute Gewohnheit. Ich schaue abends leider oft noch aufs Handy. Vielleicht wäre Lesen vor dem Schlafen besser.
Person A: Für mich auf jeden Fall. Wenn ich vorher lange am Handy bin, kann ich manchmal schlechter einschlafen. Ein Buch macht mich dagegen ruhiger.
Person B: Interessant. Ich höre manchmal auch ein ruhiges Hörbuch im Bett. Aber dann schlafe ich ein und weiß am nächsten Tag nicht mehr, wo ich aufgehört habe.
Person A: Das wäre für mich auch ein Problem. Beim Buch sehe ich sofort, auf welcher Seite ich bin.
Person B: Stimmt. Dafür kann man bei einem Hörbuch normalerweise ein paar Minuten zurückgehen und die Stelle noch einmal hören.
Person A: Welche Art von Hörbüchern magst du am liebsten?
Person B: Ich höre gern Krimis und manchmal auch Sachbücher. Wenn die Stimme des Sprechers gut ist, wird die Geschichte richtig spannend. Was liest du am liebsten?
Person A: Auch Krimis. Außerdem lese ich gern Romane über Familien oder Reisen. Im Urlaub habe ich besonders viel Zeit dafür.
Person B: Nimmst du im Urlaub wirklich mehrere Bücher mit? Das kann im Koffer ziemlich schwer werden.
Person A: Ja, das stimmt. Deshalb benutze ich manchmal auch einen E-Book-Reader. Dann kann ich viele Bücher mitnehmen, ohne dass mein Gepäck schwer wird.
Person B: Das ist eine gute Lösung. Ein E-Book ist dann eigentlich genauso praktisch wie ein Hörbuch.
Person A: Ja, aber ich lese trotzdem lieber, als nur zuzuhören. Ich glaube auch, dass Lesen gut für den Wortschatz ist.
Person B: Da hast du recht. Wenn man ein Wort liest, sieht man auch, wie es geschrieben wird. Das ist beim Sprachenlernen hilfreich.
Person A: Genau. Gerade beim Deutschlernen habe ich durch einfache Bücher viele neue Wörter gelernt.
Person B: Andererseits können Hörbücher beim Deutschlernen auch helfen, weil man die Aussprache und die Satzmelodie hört.
Person A: Das stimmt. Eigentlich wäre es vielleicht gut, beides zu kombinieren: manchmal lesen und manchmal zuhören.
Person B: Ja, das sehe ich auch so. Zu Hause oder im Urlaub kann man in Ruhe lesen, und unterwegs ist ein Hörbuch oft praktischer.
Person A: Dann haben beide Möglichkeiten Vorteile. Wichtig ist wahrscheinlich nur, dass man überhaupt Geschichten oder interessante Inhalte genießt.
Person B: Genau. Ob man liest oder zuhört, kann jeder nach seiner Zeit und seinen Gewohnheiten entscheiden.